Ich, die Ladendiebin
Im Zuge von Aufräumungsarbeiten habe ich irrtümlich mein Clipboard mit den Buchhaltungsunterlagen weggeworfen.
Die Buchhaltungsunterlagen konnte ich noch einmal ausdrucken, aber das Clipboard musste neu beschafft werden.
Ich ging also zu Libro, wo mindestens 200 Schüler mit mindestens jeweils 20 Schulutensilien angestellt waren, krallte mir ein Clipboard und nahm den etwas aufgerundeten Betrag aus meiner Geldbörse. Damit ging ich nach vor zur Kassa, die gleich neben dem Ausgang liegt und wollte der Kassierin, die gerade ihre (Kassa-)Lade geschlossen hatte, unter Vorweis des Produktes den Betrag in die Hand drücken, den ich ihr übrigens auch als Trinkgeld gegönnt hätte. (Man wird wohl noch probieren dürfen.)
Kassierin, ganz aufgeregt: "So geht das nicht, ich muss das bonieren." .... schadenfroh: "Sie müssen sich hinten anstellen."
Die Idee, ihr das Geld auf den Kassatisch zu schmeißen und einfach zu verschwinden, war zwar verlockend, wurde von mir aber wieder verworfen, weil ich mir gleichzeitig das Gezeter vorstellte, das sie mit ihrer Stimmlage machen würde/könnte.
Ich ging also wieder nach hinten, stellte das Clipboard zurück und verließ das Geschäft, in dem sich mittlerweile ca. 300 Schüler aufhielten.
Danach bummelte ich durchs Einkaufszentrum und freute mich, dass meine Schulzeit endgültig vorbei ist. Hinter mir rief immer wieder jemand und als ich mich umdrehte, sah ich einen Mann mit dunklem Anzug und Krawatte, der mir winkte. Ich blieb also stehen, bis er mich eingeholt hatte, war bereit, ihm - wenn möglich - behilflich zu sein und schaute ihn freundlich an.
Er: "Haben Sie Ihre Ware bei Libro bezahlt?"
Ich, verblüfft: "Nein."
Er: "Die Kassierin hat gesagt, Sie haben etwas mitgenommen."
Ich, verärgert: "Ich stelle mich doch für sowas nicht drei Stunden an, so viel Zeit habe ich nicht."
Er: "Kann ich in Ihre Tasche schauen?"
Ich, empört: "Sicher nicht."
Er: "Aber wenn Sie es nicht genommen haben, kann ich doch in Ihre Tasche schauen."
Ich, stur: "Nein."
Er: "Aber ich MUSS in Ihre Tasche schauen, das ist mein Job."
Ich, stur: "Nein."
Er: "Aber die Kassierin hat gesagt ..."
Ich: "Die Kassierin soll lieber schneller arbeiten, damit die Schlange vor der Kasse nicht so lange wird."
Er, leicht verzweifelt: "Dann müssen wir das anders regeln und ich muss die Polizei holen."
Ich: "Ok, holen wir die Polizei."
Er, schon leicht weinerlich: "Sie müssen mich verstehen. Ich mache doch nur meinen Job. Und Sie haben gesagt, Sie haben keine Zeit. Wenn ich die Polizei holen muss, dauert das noch länger."
Der Hinweis mit der Zeit hat mich schließlich überzeugt. Und dieser Türke, der die ganze Zeit wirklich höflich war, hat mir angefangen, Leid zu tun.
Mit den Worten "Sie haben wirklich einen Scheiß-Job" habe ich den Zipp meiner Tasche geöffnet, in die das Clipboard übrigens gar nicht hineingepasst hätte.
Daraufhin hat er sich bedankt und ist wieder zu seinem Arbeitgeber (der Kassierin?) zurück.
Die Buchhaltungsunterlagen konnte ich noch einmal ausdrucken, aber das Clipboard musste neu beschafft werden.
Ich ging also zu Libro, wo mindestens 200 Schüler mit mindestens jeweils 20 Schulutensilien angestellt waren, krallte mir ein Clipboard und nahm den etwas aufgerundeten Betrag aus meiner Geldbörse. Damit ging ich nach vor zur Kassa, die gleich neben dem Ausgang liegt und wollte der Kassierin, die gerade ihre (Kassa-)Lade geschlossen hatte, unter Vorweis des Produktes den Betrag in die Hand drücken, den ich ihr übrigens auch als Trinkgeld gegönnt hätte. (Man wird wohl noch probieren dürfen.)
Kassierin, ganz aufgeregt: "So geht das nicht, ich muss das bonieren." .... schadenfroh: "Sie müssen sich hinten anstellen."
Die Idee, ihr das Geld auf den Kassatisch zu schmeißen und einfach zu verschwinden, war zwar verlockend, wurde von mir aber wieder verworfen, weil ich mir gleichzeitig das Gezeter vorstellte, das sie mit ihrer Stimmlage machen würde/könnte.
Ich ging also wieder nach hinten, stellte das Clipboard zurück und verließ das Geschäft, in dem sich mittlerweile ca. 300 Schüler aufhielten.
Danach bummelte ich durchs Einkaufszentrum und freute mich, dass meine Schulzeit endgültig vorbei ist. Hinter mir rief immer wieder jemand und als ich mich umdrehte, sah ich einen Mann mit dunklem Anzug und Krawatte, der mir winkte. Ich blieb also stehen, bis er mich eingeholt hatte, war bereit, ihm - wenn möglich - behilflich zu sein und schaute ihn freundlich an.
Er: "Haben Sie Ihre Ware bei Libro bezahlt?"
Ich, verblüfft: "Nein."
Er: "Die Kassierin hat gesagt, Sie haben etwas mitgenommen."
Ich, verärgert: "Ich stelle mich doch für sowas nicht drei Stunden an, so viel Zeit habe ich nicht."
Er: "Kann ich in Ihre Tasche schauen?"
Ich, empört: "Sicher nicht."
Er: "Aber wenn Sie es nicht genommen haben, kann ich doch in Ihre Tasche schauen."
Ich, stur: "Nein."
Er: "Aber ich MUSS in Ihre Tasche schauen, das ist mein Job."
Ich, stur: "Nein."
Er: "Aber die Kassierin hat gesagt ..."
Ich: "Die Kassierin soll lieber schneller arbeiten, damit die Schlange vor der Kasse nicht so lange wird."
Er, leicht verzweifelt: "Dann müssen wir das anders regeln und ich muss die Polizei holen."
Ich: "Ok, holen wir die Polizei."
Er, schon leicht weinerlich: "Sie müssen mich verstehen. Ich mache doch nur meinen Job. Und Sie haben gesagt, Sie haben keine Zeit. Wenn ich die Polizei holen muss, dauert das noch länger."
Der Hinweis mit der Zeit hat mich schließlich überzeugt. Und dieser Türke, der die ganze Zeit wirklich höflich war, hat mir angefangen, Leid zu tun.
Mit den Worten "Sie haben wirklich einen Scheiß-Job" habe ich den Zipp meiner Tasche geöffnet, in die das Clipboard übrigens gar nicht hineingepasst hätte.
Daraufhin hat er sich bedankt und ist wieder zu seinem Arbeitgeber (der Kassierin?) zurück.
Anja-Pia - 7. Sep, 16:44
10 Kommentare - Kommentar verfassen - 631 x besucht